POLITIK

Unberechenbarkeit der Politik ist Stimmungsbremse
Quartalsumfrage
DIE FAMILIENUNTERNEHMER und DIE JUNGEN UNTERNEHMER bewerten die wirtschaftliche Stimmung in ihrer aktuellen Quartalsumfrage noch mit der guten Durchschnittsnote von 2,4, aber verhaltener als im zweiten Quartal 2011 als sie noch die Zensur 2,3 vergaben. Gleiches gilt für die Auftragslage, die in diesem Quartal mit 2,4 nach 2,3 zuvor benotet wurde. Das hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: sowohl die offenen Stellen wie auch die grundsätzliche Absicht, die Zahl der Arbeitsplätze zu erhöhen, gehen leicht zurück. 34 Prozent wollen zusätzliche Stellen schaffen, 58 Prozent ihre Mitarbeiterzahl konstant halten und 5 Prozent reduzieren.
„Diese Werte sind nicht dramatisch, zeigen aber doch, dass zu Euphorie kein Anlass besteht. Leider ist die Unberechenbarkeit der Wirtschafts- und Finanzpolitik bei uns Familienunternehmern Stimmungsbremse Nummer Eins. Deutlich wie noch nie haben unsere Mitglieder sie als Haupthemmnis für Investitionen bezeichnet. Diese schlechte Bewertung der Politik stellt in dieser Umfrage „harte“ betriebswirtschaftliche Faktoren und Hemmnisse wie Fachkräftemangel, Bürokratielasten, Steuern und Abgaben in den Schatten“, kritisierte Lutz Goebel, Präsident von DIE FAMILIENUNTERNEHMER.
In der aktuellen Quartalsumfrage unter 376 Mitgliedern sollte auch der bürokratische Aufwand bewertet werden: Besonders negativ fielen die Ergebnisse für die Steuerbürokratie mit der Durchschnittsnote 4,24, die Sozialversicherungen mit Note 4,19 und das Arbeitsrecht (inkl. Arbeitsschutz) mit 4,17 aus. Es folgten Buchführung/Bilanzrecht 3,98, Statistiken 3, 86, Zoll 3,45 und Umweltschutz 3,25.
Lutz Goebel: „Mit rund 48 Mrd. Euro Bürokratiekosten werden die deutschen Unternehmen jährlich belastet. Es ist ernüchternd, wie wenig wir hier vorankommen und wie die Chance einer umfassenden Reform der Gemeindefinanzen mit einem Streichen der komplizierten Gewerbesteuer vertan werden. Auch das jetzt – zu Recht – eingestellte ELENA-Verfahren hätte bei einer nutzerfreundlicherer Anwendung ein Sprung nach vorne werden können.“
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