EDITORIAL

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,
2012 wird ein spannendes Jahr: Werden wir Europameister? Werden wir die Schuldenkrise meistern? Und: Wird der Aufschwung wieder kräftiger? Wenn die Staaten weltweit gleichzeitig ihre Schuldenorgien beenden, dann ist das mittelfristig richtig, kurzfristig aber wird den Volkswirtschaften Liquidität entzogen. Besonders Europa hat es mit der Verschuldung seit Einführung des Euro so übertrieben, dass es keine Alternative zur harten Sanierung gibt. Doch das italienische und das irische Beispiel machen Mut. Möglich wurde das nur, weil Bundeskanzlerin Merkel den Ausweg zu billigen neuen Schulden via Eurobonds eisern verschlossen hielt. Dafür gebührt ihr Respekt. Wir haben mit unserer »Rettet den Euro: Aber richtig!«-Kampagne kräftig mitgeholfen, die Bundesregierung medial und argumentativ unter Druck zu halten. Der große Vorteil der Sanierung Europas ist ein baldiger, deutlich kräftigerer Wachstumskurs. Dabei müssen wir Familienunternehmer aber aufpassen, dass Deutschland am Ende nicht selbst den bequemen Weg einschlägt und unter dem Druck von SPD und Grünen einfach nur Steuern und Abgaben erhöht. Das wäre dann tatsächlich das Ende für Investitionen, Arbeitsplatzaufbau und Nachfrage. Wir Familienunternehmer werden dafür eintreten, Eigenkapital endlich dem Fremdkapital steuerlich gleichzustellen. Das ist die beste Vorsorge gegen jede Krise. Und Europameister? Es ist wie mit den EU -Mitgliedern: Bundestrainer Löw hat vor einigen Jahren eine mäßige Mannschaft systematisch wettbewerbsfähig gemacht. Jetzt könnten unsere Jungs durchaus den Erfolg für die Mühen der Sanierung ernten.
Mit den besten Wünschen für das Jahr 2012
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